Verkehrswacht Kreis Kleve erhält DVR Vision Zero Award 2025

Radfahrtraining für Migrantinnen ausgezeichnet – dritter Platz bei bundesweiter Preisverleihung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) in Berlin

Foto: Dhiradevi Zimmermann: v.L. Mona Neutzer, Monika Risse, Peter Baumgarten, Brigitte Böhmer Kraft, DVR Präsident Manfred Wirsch, Falk Neutzer, Hamida Salehi, Fatma Schneiders, Prof Kurt Bodewig DVR Vitzepräsident und Bundesminister a.D.

Foto: Christina Görtz: Foto mit der Präsidentin der LVW NRW Frau Lühmann

Foto: Christina Görtz: Foto mit der Präsidentin der LVW NRW Frau Lühmann

Berlin / Kreis Kleve, 9. November 2025. — Großer Erfolg für ehrenamtliches Engagement aus dem Kreis Kleve:

Die Verkehrswacht Kreis Kleve e. V. ist beim DVR Vision Zero Award 2025 mit dem dritten Platz ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand im Rahmen der DVR Arena in der Wartehalle in Berlin statt. Prämiert wurde das seit 2013 bestehende Radfahr- und Sicherheitstraining für Migrantinnen, das bundesweit als Vorbild für Verkehrssicherheitsarbeit gilt.

Zur Preisverleihung reisten sieben Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler der Verkehrswacht Kreis Kleve und der Stadt Goch nach Berlin. Den Award nahmen Peter Baumgarten (Vorsitzender Verkehrswacht Kreis Kleve), Falk Neutzer (Geschäftsführer Verkehrswacht Kreis Kleve), Monika Risse (Stadt Goch), Mona Neutzer (Verkehrswacht Kreis Kleve), Brigitte Böhmer-Kraft (Verkehrswacht Kreis Kleve), Hamida Salehi (ehemalige Teilnehmerin und Übersetzerin) sowie Fatma Schneiders (ehemalige Teilnehmerin und Unterstützerin) entgegen. Der langjährige „Hauptausbilder“ Norbert van de Sand konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen.

Das ausgezeichnete Training wurde 2013 von Falk Neutzer und Mona Neutzer konzipiert und gemeinsam mit Monika Risse von der Stadt Goch sowie Hilde Fielenbach umgesetzt. Über die Jahre wurde das Konzept kontinuierlich weiterentwickelt. Heute findet das Training einmal jährlich mit fünf bis zehn Terminen statt und verbindet Theorie und Praxis. Neben dem reinen Erlernen des Radfahrens stehen insbesondere Sicherheitsaspekte und selbstständige Mobilität im Straßenverkehr im Fokus. DVR Vizepräsident und langjähriger Präsident der Deutschen Verkehrswacht, Bundesminister a.D. Prof. Kurt Bodewig hat es sich nicht nehmen lassen, die Laudatio auf seine altbekannten Ehrenamtler, in der er das langjährige Projekt lobte, selbst zu halten. „Unser Ziel war von Anfang an, Menschen zu befähigen, sicher und selbstständig am Straßenverkehr teilzunehmen“, erklärt Falk Neutzer. „Dass dieses Engagement nun auf Bundesebene gewürdigt wird, ist eine große Anerkennung für alle Ehrenamtlichen.“

Auch Monika Risse betont die nachhaltige Wirkung des Projekts: „Das Training leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration und zur Verkehrssicherheit in unserer Stadt. Es ist schön zu sehen, wie aus einer lokalen Idee ein bundesweit anerkanntes Modell geworden ist.“

Für Peter Baumgarten, Vorsitzender der Verkehrswacht Kreis Kleve, ist die Auszeichnung ein Beleg für die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit: „Dieser Preis gehört allen, die sich über Jahre hinweg mit großem Einsatz engagiert haben.

Besonders stolz sind wir darauf, dass viele Verkehrswachten und Initiativen in ganz Deutschland unser Konzept übernommen haben.“ Bereits in der Vergangenheit wurde das Projekt mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2014 mit dem Mobil & Sicher-Preis in Silber sowie dem DM HelferHerzen-Preis. 2021 war das Training zudem eine der Begründungen für die Verleihung des Ehrenamtspreises des Kreises Kleve. Bis heute unterstützt die Verkehrswacht Kreis Kleve weitere Schulen, Initiativen und Vereine bei der Umsetzung ähnlicher Angebote.